31.08.17

Mehr als 7.000 Geflüchtete in Arbeit

Integration bleibt herausfordernde Aufgabe

Die Integration von Geflüchteten in Berlin und Brandenburg in den Arbeitsmarkt ist auf einem guten Weg. Seit August 2015, zwei Jahre nach dem Beginn des großen Zustroms von Geflüchteten nach Deutschland, haben 7.059 Menschen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern eine Beschäftigung in der Region gefunden, davon 5.565 sozialversicherungspflichtig. Allein seit Januar 2017 nahmen in Berlin 1.480 geflüchtete Menschen eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt auf, in Brandenburg 988.

Die berufliche und gesellschaftliche Integration der Geflüchteten bleibt dabei weiter eine herausfordernde Aufgabe. Es bedarf nachhaltig großer Anstrengungen aller Akteure am Arbeitsmarkt. Das stellen am Donnerstag Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, und Alexander Schirp, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), auf einer Pressekonferenz im ABB Ausbildungszentrum in Berlin fest. Becking und Schirp betonen zugleich, dass das Potenzial von Menschen mit Fluchthintergrund stärker genutzt werden kann, um neue Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das sei eine langfristige Aufgabe. Es komme auch darauf an, Geflüchteten zu vermitteln, wie wertvoll eine duale Ausbildung als Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung ist.

„In unserer Region haben wir derzeit fast 40.000 Geflüchtete im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die Arbeit suchen und grundsätzlich für den Arbeitsmarkt in Frage kommen. Es werden in den kommenden Monaten noch mehr werden“, sagt Bernd Becking. „Das stellt für uns alle eine langfristige Aufgabe dar. Sie kann nur mit großem Engagement, mit Mut und Beharrlichkeit gelöst werden. Zahlreiche junge Geflüchtete kommen mittlerweile mit guten Sprachkenntnisse aus den Sprachkursen und wollen hochmotiviert eine Ausbildung beginnen. In Berlin sind dies jetzt bereits über 1.100 Bewerber, in Brandenburg 350. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter können diesen Prozess mit vielfältigen Fördermaßnahmen begleiten und erleichtern, so mit der Einstiegsqualifizierung und der assistierten Ausbildung. Auch in allen anderen Fragen zur Beschäftigung Geflüchteter unterstützt die Arbeitsverwaltung sehr gerne.“

„Unternehmen, Verbände und Innungen in Berlin und Brandenburg unternehmen eine Menge, um Geflüchtete und Zuwanderer fit zu machen für das Berufsleben. Hier gibt es schon einige Erfolgsgeschichten“, sagt UVB-Geschäftsführer Alexander Schirp. „Wir wissen natürlich, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt. Unser Ziel ist es, möglichst jedem talentierten jungen Menschen ein Angebot zu machen – unabhängig von seiner Herkunft. Dazu müssen Unternehmen, Arbeitsagenturen, Jobcenter sowie natürlich die Geflüchteten selbst Hand in Hand arbeiten.“ Klar sei auch, dass die Politik alles tun müsse, um die Integration in Arbeit zu fördern, und den Unternehmen keine Steine in den Weg legen dürfe. In diesem Zusammenhang sei die verbesserte Förderung der Verbundausbildung ein gutes Signal.

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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