31.03.17Berlin

Pressekonferenz zum Berliner Ausbildungsstellenmarkt – Ausbildung lohnt sich!

Der Beginn einer Ausbildung ist für viele junge Menschen der wichtigste Schritt in die Arbeitswelt. Die aktuellen Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt stellt Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, gemeinsam mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer Berlin, der Handwerkskammer Berlin und der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg vor. Die Partner sind zu Gast im Siemens AG Ausbildungszentrum an der Nonnendammallee 104 in Berlin. Auszubildende berichten aus der Praxis ihrer Ausbildung und im Anschluss kann die Ausbildungswerkstatt von Siemens
besichtigt werden.


Bernd Becking, Geschäftsführer der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg:
„Die duale Ausbildung ist für sehr viele junge Menschen der passende Einstieg in die Arbeitswelt und bietet ein solides Fundament für den eigenen beruflichen Weg. Ich kann den Jugendlichen nur empfehlen, sich frühzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern und bei der Suche flexibel zu sein. Das heißt, sowohl alternative Ausbildungsberufe ins Auge zu fassen, als auch regional mobil zu sein. Die Vermittlungs- und Beratungsfachkräfte in den Jugendberufsagenturen und Berufsinformationszentren unterstützen individuell bei diesem wichtigen Schritt der Berufswahl. Derzeit sind bei den Arbeitsagenturen in Berlin 11.417 und in Brandenburg 11.386 betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet, in beiden Ländern mehr als im März 2016. Die Zahlen zeigen, dass die Arbeitgeber sich engagiert um die jungen Menschen als Fachkräfte von morgen bemühen. Ich freue mich über die hohe Ausbildungsbereitschaft der Arbeitgeber und möchte gleichzeitig appellieren uns weiter freie Ausbildungsstellen zu melden.“

Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft & Politik der IHK Berlin:
"Wer sich heute für eine duale Ausbildung entscheidet, hat morgen ausgezeichnete Karrierechancen, denn bereits in diesem Jahr fehlen der Berliner Wirtschaft voraussichtlich 31.000 beruflich Qualifizierte. Ich werbe bei Jugendlichen dafür, der dualen Ausbildung gegenüber schulischen Bildungsgängen den Vorzug zu geben. Allein in IHK-Berufen gibt es derzeit in Berlin und dem Berliner Umland rund 2.300 freie Ausbildungsplätze in der Lehrstellenbörse – von A wie Automobilkaufmann bis Z wie Zerspanungsmechanikerin. Das erneut angestiegene Angebot an betrieblichen Plätzen macht deutlich: die Wirtschaft engagiert sich für junge Talente. Mir ist wichtig, dass die beruflichen Schulen in Berlin moderne und attraktive Bildungseinrichtungen sind und mit der Digitalisierung Schritt halten können. Dies betrifft zum Beispiel die Ausstattung mit Lehrkräften und Sachmitteln. Hier muss die Politik im Zuge der Stärkung der beruflichen Bildung weitere Reformen auf den Weg bringen."

Alexander Schirp, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB):
„Die Hauptstadtregion wächst, und das Angebot an Ausbildungsplätzen wächst mit. Viele Unternehmen suchen talentierte und motivierte Jugendliche, um auch mittelfristig genügend Fachkräfte an Bord zu haben. Denn Zehntausende Ältere gehen in den kommenden Jahren in Rente und müssen durch junge Leute ersetzt werden. Die Chancen, einen attraktiven Ausbildungsplatz zu finden, waren deshalb noch nie so gut. Bei der Berufswahl sollten neben persönlichen Stärken und Neigungen auch die Chancen in der jeweiligen Branche in Betracht gezogen werden. In vielen technisch-gewerblichen und handwerklichen Berufen gibt es beste Perspektiven. Auch im Handel, im Tourismus
und in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sieht es gut aus. Wer die duale Ausbildung stärken will, muss an den richtigen Stellen investieren. Die Berufsschulen in Berlin und Brandenburg brauchen dringend mehr Personal. Pro Jahr 150 zusätzliche Lehrkräfte auszubilden, wie es in den neuen Berliner Hochschulverträgen vorgesehen ist, reicht nicht. Hier sind höhere Kapazitäten an den Hochschulen nötig. Für qualifizierte Quereinsteiger sollte es so einfach wie möglich sein, ins Berufsschul-Lehramt zu wechseln. Daneben müssen die Berufsschulen zeitgemäß modernisiert werden – die Bausubstanz ebenso wie die digitale Infrastruktur.“

Ulrich Wiegand, Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin:
„Die Karrierechancen im Berliner Handwerk sind hervorragend. Die Lehrstellenangebote sind da: Fast 900 freie Ausbildungsplätze listet die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer auf, vom Augenoptiker bis zur Zahntechnikerin. Alle interessierten und motivierten jungen Leute sind aufgerufen, sich um eine Ausbildung im Berliner Handwerk zu bewerben. Denn bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will. Daher ist das Handwerk auch sehr engagiert bei der Ausbildung geflüchteter Menschen – das ist sowohl ein Beitrag zur Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses als auch ein Zeichen für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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Berliner Ausbildungsstellenmarkt
Pressemitteilung

Pressekonferenz zum Berliner Ausbildungsstellenmarkt

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Thoralf Marks
Berufs- und Ausbildungspolitik
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