06.07.16Berlin | DB mindbox

Der BPW Berlin-Brandenburg bringt die Gründerregion ins Rollen

Rund 12.400 Arbeitsplätze in 1.900 Unternehmen

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg hat seit seinem Start 1995 viel ins Rollen gebracht. So wurden über 9.400 Geschäftskonzepte geprüft und bewertet und damit zahlreiche Gründer bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit begleitet. Ein Beispiel für die vielen Gründungen, die mit dem BPW gestartet sind, ist eMio, Teilnehmer des BPW 2015: Der deutschlandweit erste Sharing-Anbieter für Elektroroller hat mittlerweile 150 Roller auf die Straßen Berlins gebracht und zählt über 8.000 Kunden. Weiteren Anschub erhält eMio von der DB mindbox, dem Start-up-Accelerator der Deutschen Bahn AG und Gastgeber der diesjährigen Jahrespressekonferenz des BPW 2016 am heutigen Mittwoch.

eMio hat mit DB Flinkster eine Kooperation geschlossen. Ziel ist, das Rollersharing-Angebot von eMio auch über die Flinkster-Plattform anzubieten und damit 300.000 Flinkster-Kunden zugänglich zu machen.

Die Zahlen aus über 20 Jahren BPW präsentierten vor Ort die Vertreter der drei Organisationen des BPW, Olav Wilms, Bereichsleiter Förderbereich Eigenkapital/Gründung der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Stephan Hoffmann, Bereichsleiter Wirtschaftsförderung der Investitionsbank Berlin (IBB) und Sven Weickert, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

Olav Wilms verwies mit Blick auf den aktuellen Wettbewerb auf das weiterhin große Interesse am BPW bei den angehenden Gründerinnen und Gründern: „Wieder rund 1.500 Registrierte haben im BPW 2016 das umfangreiche Angebot aus Seminaren, Beratung durch Experten, Netzwerkveranstal­tungen und Bewertung der Geschäftskonzepte im Rahmen des Wettbewerbs genutzt. Dies ist Bestä­tigung und Ansporn für uns, den BPW immer weiter zu entwickeln für erfolgreiche Gründungen in der Region.“

Stephan Hoffmann, Bereichsleiter Wirtschaftsförderung IBB, sieht den BPW als Unterstützer zur Ideenfindung bzw. -umsetzung sowie als Netzwerkbilder und Jobmotor für Gründerinnen und Gründer und Start-ups weiter auf einem guten Weg. So entstanden seit 1995 aus den über 9.400 Geschäftskonzepten 1.864 Unternehmen, die 12.382 Arbeitsplätze geschaffen haben. Damit ist der BPW der virtuell fünftgrößte Arbeitgeber der Region und liegt noch vor Siemens.

Die Bedeutung des Wettbewerbs für die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin und Brandenburg hob Sven Weickert, Geschäftsführer UVB, hervor: “Startup meets Grown-up. Das wird in Berlin und Brandenburg immer mehr zur Erfolgsformel. Die Gründerszene wächst rasant und – dank BPW – auch nachhaltig. Davon profitieren die etablierten Unternehmen, die gemeinsam mit den Startups neue Geschäftsfelder entwickeln und Innovationen voranbringen.“

Onno Szillis, Leiter der DB mindbox, unterstrich ebenfalls die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Startups: „Der Businessplan-Wettbewerb ist mittlerweile eine Institution. Ich freue mich, dass die DB mindbox dieses Jahr Gastgeber ist. eMio zeigt, dass die Verbindung vom Businessplan-Wettbewerb zu Unternehmen – hier der Deutschen Bahn – funktioniert.“

Die Teilnahme am BPW beurteilt auch Valerian Seither, Geschäftsführer Electric Mobility Concepts GmbH (eMio), als wichtigen Schritt für sein Unternehmen: „Seit dem BPW 2015 ist bei uns eine Menge passiert. Wir sind vor einem Jahr sehr erfolgreich in den Markt gestartet und arbeiten nun daran, das Angebot deutlich auszuweiten.“

Sieger des BPW 2016 stehen fest – Platzierungen noch geheim
Vor allem wurden die jeweils drei Siegerteams der Kategorien „BPW Plan“ (klassischer Businessplan) und „BPW Canvas“ (Business Model Canvas) der Öffentlichkeit präsentiert. Insgesamt wurden 295 Geschäftskonzepte zum Wettbewerb eingereicht, wovon 66 in allen drei Phasen des BPW teilnahmen.


Die Siegerteams des BPW 2016


BPW Plan (Top 3 in alphabetischer Reihenfolge)

  • Mara Mea entwickelt multifunktionale Wickeltaschen, langlebige Accessoires sowie moderne Umstands- und Stillmode. Das Unternehmen wurde im April 2015 in Berlin gegründet.
  • Oculyze erleichtert die Mikroskopie, indem Nutzer per Smartphone etwa die Konzentration von Hefezellen im Bier bestimmen können. Die Gründung in Brandenburg ist in Vorbereitung.
  • Philosoffee vertreibt mit Koldbrew einen kaltgebrauten Kaffee ohne Kalorien und Zusätze. Das Unternehmen ist in Gründung in Berlin.

BPW Canvas (Top 3 in alphabetischer Reihenfolge)

  • Lana Labs deckt durch einen automatisierten Soll-Ist Abgleich zwischen IT-System-Daten und Prozessmodellen Probleme und Einsparpotentiale für Unternehmen auf. Das Unternehmen wurde im April 2016 in Berlin gegründet.
  • LQ Enterprise GmbH bringt mit der mehrsprachigen Plattform „JobKraftwerk“ Geflüchtete und Unternehmen zusammen. Geflüchtete können ein qualitätsgesichertes Profil anlegen und Unternehmen Kandidaten aufgrund objektiv ermittelter Kompetenzen direkt zum Bewerbungsgespräch einladen. Das Unternehmen wurde im Mai 2016 in Berlin gegründet.
  • TeneTRIO verarbeitet und verkauft Hundesnacks aus Mehlwürmern als nachhaltige Protein- und Nährstoffquelle mit hohem Nährstoffgehalt und geringem Ressourcenverbrauch. Die Gründung ist im April 2017 in Brandenburg geplant.

Sonderpreis Nachhaltigkeit für stromlosen Kühlschrank Coolar
Der BPW führte als erster Wettbewerb seiner Art das Thema Nachhaltigkeit und einen entsprechen­den Sonderpreis ein. Der Nachhaltigkeitspreis geht in diesem Jahr an Coolar, das den gleichnamigen Kühlschrank entwickelt hat, der mit Wärme statt Strom funktioniert. Er kombiniert ein poröses Nanomaterial mit Wasser und ermöglicht so den Betrieb aus nachhaltigen Wärmequellen wie Solarthermie oder Fernwärme ohne umweltschädliche Kältemittel. So können 60 Prozent der CO2-Emissionen sowie mehr als 75 Prozent der Betriebskosten eingespart werden.

TU Berlin und TH Brandenburg „Ideenschmieden“ der Region
Bekanntgegeben wurde auch, dass die TU Berlin und TH Brandenburg den BPW-Hochschulpreis „Ideenschmiede“ als im BPW erfolgreichste Hochschule in Berlin bzw. Brandenburg erhalten.

Finale Prämierung am 14. Juli
Wer welchen Platz belegt, erfahren die Siegerteams bei der finalen Prämierung am Donnerstag, 14. Juli, um 19:00 Uhr in der Investitionsbank Berlin: Dort werden die Gewinner in den beiden Kategorien „BPW Plan“ (klassischer Businessplan) und „BPW Canvas“ (Business Model Canvas) bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW)
Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist Deutschlands größte regionale Existenzgründungsinitiative. Insgesamt sind aus dem BPW rund 1.900 Unternehmen mit über 12.400 Arbeitsplätzen entstanden, die bis heute am Markt tätig sind. Die vielfältigen kostenlosen Angebote begleiten Existenzgründerinnen und Existenzgründer auf ihrem Weg von der Produktidee zum tragfähigen Geschäftskonzept. Der Einstieg ist zu jeder Zeit möglich. Die besten Geschäftsideen werden mit insgesamt über 50.000 Euro Preisgeld prämiert.

Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. Der BPW wird durch das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg unterstützt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter: www.b-p-w.de.
Geschichten rund ums Gründen gibt es unter www.wirgründen.de oder dem Hashtag #wirgründen.

Pressekontakt BPW
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Fax: +49 331 660-1699
E-Mail: presse@b-p-w.de

Der BPW in Kürze

Bestehende Unternehmen 1996 - 2016
1.864

Arbeitsplätze
12.382

Geschäftskonzepte in den Wettbewerben
9.415

 

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