24.09.20Berlin

„Dramatischer und historischer Einbruch der Konjunktur – Wirtschaftspolitik muss jetzt konsequent auf Wachstum setzen“

UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck fordert eine Strategie gegen die Rezession

Laut dem Amt für Statistik in Berlin und Brandenburg ist die Konjunktur im ersten Halbjahr deutlich eingebrochen. „Der Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,1 Prozent in Berlin und um 4,9 Prozent in Brandenburg im ersten Halbjahr 2020 ist dramatisch und historisch", sagt dazu UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck.

Industrie steht noch vor schwierigen Zeiten

"Dass andere Bundesländer von der Pandemie noch härter getroffen werden, hilft uns nicht. Vor allem die bisherigen Wachstumsmotoren wie Tourismus, Gastronomie und sonstige Dienstleistungen haben schwere Einbußen zu verzeichnen", befand er weiter. "Die Industrie hat sich auch dank der Kurzarbeit bislang noch relativ stabil gezeigt. Die deutlich verschlechterte Auftragslage deutet jedoch darauf hin, dass den Unternehmen schwierige Zeiten bevorstehen. Sie haben es mit der doppelten Belastung aus Nachfrage-Rückgang und intensivem Strukturwandel zu tun."

Amsinck würdigte die Bemühungen um eine Abfederung des Abschwungs. "Mit umfangreichen Programmen hat die Politik in Bund und Ländern versucht, die schlimmsten Folgen der Krise abzufedern. Diese Schritte waren nötig und hilfreich. Staatliche Unterstützung kann aber niemals Umsatz und Gewinne ersetzen", zeigt er sich überzeugt.

Keine zusätzlichen Kosten

Damit die Unternehmen die Krise überwinden können, müsse die Wirtschaftspolitik jetzt auf allen Ebenen konsequent auf Wachstum setzen. "Jeder Cent an zusätzlichen Kosten, jedes zusätzliche Gesetz zu Lasten der Firmen müssen tabu sein. Geld und politische Energie müssen nun dorthin fließen, wo es Dynamik und Innovationskraft stärkt – in eine bessere digitale Infrastruktur, in bessere Schulen und Hochschulen, in schlankere und schnellere Verwaltungs- und Planungsprozesse", verlangte der Hauptgeschäftsführer. "Nur so können wir in absehbarer Zeit beim Wachstum wieder in den grünen Bereich kommen.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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