21.07.20Berlin

„Massiver Einbruch für eine der wichtigsten Branchen der Region“

Warum die Konjunkturzahlen für die Industrie Anlass zur Sorge geben

„Die Folgen der Pandemie haben die Industrie im Mai mit voller Wucht getroffen. Eine der wichtigsten Säulen der Wirtschaft erlebt einen massiven Einbruch. Eine wegbrechende Nachfrage, Produktionsstopps und gestörte Lieferketten machen den Unternehmen zu schaffen." Mit diesen Worten kommentiert Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), die neuesten Zahlen für die Industrie in der Hauptstadtregion. Schon in den Monaten zuvor habe sich die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe schwach entwickelt.

Die Berliner Industrie habe im Mai ein Umsatzminus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet, erklärte Amsinck weiter. Auch bei den Aufträgen habe es mit minus 33 Prozent einen enormen Rückgang gegeben. "Das deutet darauf hin, dass eine baldige Besserung der Lage nicht in Sicht ist."

Auch in Brandenburg sei die Lage sehr schwierig. Der Umsatz in der Industrie sei im Vorjahresvergleich um gut 15 Prozent gesunken. Der Auftragseingang fiel mit minus 37 Prozent noch schwächer aus als in der Hauptstadt.

"Die Unternehmen brauchen nun jede erdenkliche Unterstützung, damit sie ihre Lage stabilisieren können", sagte der Hauptgeschäftsführer weiter. "Die Überbrückungshilfen der Bundesregierung waren deshalb ein richtiger Schritt, ebenso das kürzlich beschlossene Konjunkturprogramm. Hier kommt es darauf an, dass das Geld schnell fließt. Jeder Auftrag, den der Staat nun erteilt oder auslöst, hilft den Betrieben über diese schwierige Zeit.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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