27.05.24

Saubere Umwelt zum Job machen – in der Aktionswoche #TraumberufKlima

Die Energiewende braucht Fachkräfte – Start in zukunftssichere Ausbildung

In der Woche vom 27. bis zum 31.Mai 2024 findet erstmalig in Berlin eine Aktionswoche Klimarelevante Berufe unter dem Motto #TraumberufKlima statt. Ausgehend vom runden Tisch klimarelevante Berufe wollen die Partner am Arbeitsmarkt in Berlin vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres dafür werben, Klimaschutz zum Beruf zu machen. Denn der Mangel an Fachkräften trifft zahlreiche Branchen und Betriebe, auch solche, die für den Kampf gegen den Klimawandel von zentraler Bedeutung sind.

Die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft braucht neben gesellschaftlicher Akzeptanz und öffentlicher wie privater Investitionen mehr Menschen, die in den ökologischen Zukunftsfeldern arbeiten. Daher kommt der betrieblichen Ausbildung in klimarelevanten Berufen eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend wichtig wird es sein, junge Menschen auf die Möglichkeiten einer solchen Berufsausbildung in klimarelevanten Branchen hinzuweisen, sie ihnen näher zu bringen und Interesse zu wecken.

Mit der gemeinsamen Aktionswoche #TraumberufKlima wollen Senatsverwaltungen (Arbeit, Wirtschaft, Bildung), Gewerkschaften (DGB) und Unternehmensverbände (UVB), Wirtschaftskammern (HWK, IHK), die SHK-Innung und die Agenturen für Arbeit erreichen, dass in einer Woche kompakt die ganze Vielfalt von Ideen und Projekten im Mittelpunkt steht.

Spitzenvertreterinnen und -vertreter der beteiligten Organisationen werden in Schulen und Betrieben im direkten Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden über die Perspektiven von Berufen diskutieren, die für den Klimaschutz von besonderer Bedeutung sind. Schülerinnen und Schüler und die Auszubildendenvertretungen sind eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.

Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB):
„Damit die Energiewende ein Erfolg wird, brauchen wir zehntausende Umweltexperten – Zweiradmechanikerinnen, Heizungsinstallateure, Glaserinnen, Elektrotechniker und viele mehr. Wer einen dieser Berufe lernt, wird später auf dem Jobmarkt stark gefragt sein. Er oder sie muss allerdings etwas von Technik und Naturwissenschaften verstehen. Hier sind die Schulen gefragt. Sie müssen den jungen Menschen viel bessere Qualifikationen vor allem in den MINT-Fächern mitgeben und sie möglichst früh auf die Anforderungen in der Klima-Branche vorbereiten.“

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe:
„Klimaberufe bieten sichere Zukunftsperspektiven und gleichzeitig Sinn stiftende Tätigkeiten. Wir wollen Berlin deutlich vor 2045 klimaneutral machen und dafür brauchen wir fähige Menschen, die dieses Ziel in die Tat umsetzen – die besten Hände und Köpfe für Berlin.
Das ist einer der Schwerpunkte unserer Wirtschaftspolitik. Deshalb unterstützen wir die Aktionswoche #TraumberufKlima, die auf die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam macht und junge Menschen für diesen Berufsweg begeistern soll. Nur gemeinsam mit vielen, die anpacken, wird es gelingen.“

Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung:
„Die Klimawende braucht viele Hände und Köpfe und bietet attraktive berufliche Zukunftschancen. Darauf machen wir mit der Aktionswoche #TraumberufKlima aufmerk-sam. Mein persönliches Highlight der Aktionswoche ist der Besuch des Kompetenzzent-rums der Innung Sanitär Heizung Klima und der gewerkeübergreifende Austausch mit Verantwortlichen und Auszubildenden. Ich freue mich über das gemeinsame Engagement aller Partnerinnen und Partner, mit dem die Zusammenarbeit beim Runden Tisch Energie- und Klimaberufe fortgesetzt wird.“

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie:
„Das Thema Klimaschutz bietet eine spannende Möglichkeit, das Interesse an MINT-Fächern zu stärken. Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler mehr Spaß haben an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik! Gerade die Projektwoche #TraumberufKlima ist eine Chance, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern den Fokus der Beruflichen Orientierung auf Energie- und Klimaberufe zu richten. Dafür sprechen die vielfältigen Projekte, deren Umsetzung wir in diesem Bereich unterstützen, so zum Beispiel das Klima-Camp der Sanitär/Heizung/Klima-Innung in den Sommerferien oder die stärkere Sichtbarkeit der Energie- und Klimaberufe im Rahmen der Praktikums-woche Berlin 2024. Durch die Verbindung mit der Praxis wird exemplarisch der Klima-schutz auch in seiner technisch-naturwissenschaftlichen Ausprägung erlebbar, und die Schülerinnen und Schüler werden auf Zukunftsberufe vorbereitet.“

Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirek-tion Berlin-Brandenburg:
„Die Bandbreite der Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten für die zukunftsträchtigen Klimaberufe ist groß und die Chancen sind riesig. Mit der richtigen Beratung in der Jugendberufsagentur, den Agenturen und Jobcentern rückt eine Aus- oder Fortbildung in den Klimaberufen in greifbare Nähe. Denn es sind erst die Menschen, die mit ihrer Arbeit die Energiewende möglich machen und umsetzen werden.“

Stefan Spieker, Vizepräsident der IHK Berlin:
„Klima- und Umweltschutz gehört für Jugendliche – zu Recht - zu den wichtigsten Themen überhaupt. Was viele nicht wissen: Mit einer Ausbildung in einem klima- und energierele-vanten Beruf können junge Menschen ganz praktisch die Klimawende vorantreiben. In der Aktionswoche #TraumberufKlima machen wir beispielsweise auf unserem TikTok-Kanal @ihkberlin und auf Instagram unter @ausbildung.berlin auf die vielen Möglichkeiten aufmerksam, die die Berliner Wirtschaft in dieser Hinsicht bietet. Sowohl im gewerblich-technischen als auch im kaufmännischen Bereich gibt es in Berlin zahlreiche Unterneh-men, die händeringend nach Auszubildenden für den gemeinsamen aktiven Klimaschutz suchen.“   

Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin:
„Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, der nur gemeinsam mit dem Handwerk entgegengetreten werden kann. Ohne Fachkräfte, die Photovoltaik-Anlagen oder Wärmepumpen installieren oder Gebäude dämmen, sind die Klimaziele kaum erreichbar. Deshalb ist es entscheidend, dass wir jetzt die nächste Generation inspirieren und motivieren, entsprechende Handwerksberufe zu erlernen, die zum Schutz unseres Planeten beitragen. Das Handwerk ist der Schlüssel zum Klimaschutz – das Handwerk ist Klimaretter.“

Nele Techen, stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Berlin-Brandenburg:
„Junge Menschen brauchen gute Zukunftsperspektiven, und Berlin braucht Fachkräfte in Zukunftsberufen. Die gemeinsame Aktionswoche #TraumberufKlima bringt beides zusammen. Damit Klimaberufe Traumberufe werden, braucht es exzellente Ausbildungs-bedingungen und Jobperspektiven. Dazu zählen tarifliche Ausbildungsvergütungen genauso wie betriebliche Mitbestimmungsstrukturen. Dort wo es Jugend- und Ausbil-dungsvertretungen gibt, wird auch die Qualität der Ausbildung gestärkt. Zusammen mit unseren Mitgliedsgewerkschaften machen wir uns genau dafür stark.“

Andreas Koch-Martin, Geschäftsführer Innung SHK Berlin:
„Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte für die Klimawende. Dazu müssen wir junge Menschen gezielt ansprechen und ihnen zeigen, in welchen Berufen sie sich einbringen können. Wir freuen uns, dass der Auftakt dieser wichtigen Aktionswoche Klimaberufe im Kompetenzzentrum der SHK-Innung stattfindet.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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