29.03.19

"Wachstum wird 2019 geringer ausfallen – Politik muss Bedingungen für mehr Investitionen und Arbeitsplätze schaffen"

Zum Wirtschaftswachstum 2018 und zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat März erklärt Alexander Schirp, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB):

„Berlin hat 2018 beim Wirtschaftswachstum alle anderen Bundesländer überflügelt. Schon seit fünf Jahren wächst die Hauptstadt stärker als die meisten anderen Regionen in Deutschland. Das zeigt, dass die Unternehmen gut aufgestellt und mit ihren Produkten am Puls der Zeit sind. Hinzu kommt die Sonderkonjunktur durch die wachsende Stadt. Zukunftsbranchen wie Information und Kommunikation haben den stärksten Wachstumsbeitrag geliefert, gefolgt von Unternehmensdienstleistern und Handel, Gastronomie und Verkehr. Bemerkenswert ist die Entwicklung der Industrie, die dreieinhalb Mal so stark gewachsen ist wie im Bundesdurchschnitt. Der Aufschwung kommt bei den Arbeitnehmern an: Im fünften Jahr in Folge haben die Bruttolöhne und -gehälter in der Hauptstadt stärker zugelegt als in jedem anderen Bundesland.

Brandenburg wächst weiterhin im Einklang mit dem Bundestrend. Im Ländervergleich bleibt die Mark im Mittelfeld. Die Industrie ist eine wichtige Konjunkturstütze, ihre Wertschöpfung hat dreimal so stark zugelegt wie im Bundesschnitt. Das Ziel für Brandenburg muss insgesamt eine stärkere Dynamik sein. Besonders in den Bereichen Digitalisierung und Bildung muss das Land moderner und leistungsfähiger werden.

Angesichts des wachsenden konjunkturellen Gegenwinds ist rasches Handeln gefragt. 2019 werden die Wachstumszahlen für Brandenburg wie für Berlin geringer ausfallen. Die Politik in der Region muss ihr Augenmerk auf bessere Rahmenbedingungen für mehr Investitionen und neue Arbeitsplätze richten. Debatten etwa über Enteignungen wie in Berlin lenken von den wirklich wichtigen Herausforderungen für den Standort ab. Die Hauptstadt muss sich dringend um Wohnungsbau, den Ausbau der Infrastruktur und bessere Schulen kümmern.

Die erneut guten Arbeitsmarktzahlen für den März dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Konjunktur an Schwung verliert. Die Unternehmen suchen weiterhin nach qualifizierten Fachkräften. Der Abbau der Arbeitslosigkeit spiegelt den Aufholprozess in Berlin und in Brandenburg. Vor allem Berlin braucht hier noch einen langen Atem – der Rückstand gegenüber anderen Ländern bleibt beträchtlich.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

Arbeitsmarktbericht

Beschäftigung und Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg
März 2019

Beschäftigung und Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg

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