30.05.16Berlin

Am Puls der Produktion

Industrie live erleben – das ist die Idee bei der Langen Nacht der Industrie.
Lange Nacht der Industrie 2016 zu Gast bei der BSR
Die Teilnehmer der Langen Nacht der Industrie besuchten 21 verschiedene Unternehmen in Berlin, darunter das Unternehmen BSR. © Lange Nacht der Industrie 2016 / www.lichtfuehrung.de

23 Bus-Touren zu verschiedenen Unternehmen in ganz Berlin waren im Angebot bei der Langen Nacht der Industrie 2016. Das Spektrum der Betriebe war breit. Es reichte von Berlin-Chemie oder Beiersdorf Manufactoring über die Elektroindustrie und den Maschinenbau, die optische Industrie, die Drucktechnik und den Aufzugbau bis hin zur Energiewirtschaft. Diese war beispielsweise durch Vattenfall, 50Hertz Transmission und den CleanTech Business Park Berlin-Marzahn vertreten. Auch das BMW Werk Berlin und Siemens waren dabei.

Die Berliner Industrie ist international bestens aufgestellt – mehr als die Hälfte der Produktion geht in den Export. Die Teilnehmer konnten mitverfolgen, welche Produkte in der Hauptstadt hergestellt werden und erfuhren, wo sie regional, national und international eingesetzt werden. Trageschienen der Firma Puk beispielsweise finden sich im gesamten Berliner U-Bahn-Netz. Sie halten und schützen die Kabel, die Signalsteuerung, Stromversorung und Beleuchtung sicherstellen. Die Firma Schindler Aufzüge und Fahrtreppen führte die Teilnehmer durch ihr technisches Trainingscenter. Das Unternehmen Nedschroef zeigte ein besonderes Herstellungsverfahren von Spezialschrauben für die Auto-Produktion.

Der Blick hinter die Kulissen vermittelte den Teilnehmern auch einen Eindruck, wie sich die Unternehmen für die Zukunft aufstellen. Themen wie Fachkräftesicherung, Unternehmenskultur, Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Arbeitswelt spielen dabei eine Rolle. Die Suche nach qualifizierten Auszubildenden ist heute für jedes Berliner Unternehmen ein Top-Thema, sowohl für die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie als auch in der Energiewirtschaft und Chemie-Branche.

Daneben arbeiten viele Unternehmen daran, Prozesse und Produktion zu digitalisieren. Viessmann beispielsweise hat bereits einen Chief Digital Officer eingeführt. Ein 100-köpfiges Team nimmt Prozesse im Unternehmen unter die Lupe und prüft, ob sie auf digitale Technik umgestellt werden können. So haben sie etwa eigene Apps für den Kundenservice und die Aus- und Weiterbildung entwickelt. Auch Gebäude werden mit digitaler Technik ausgestattet: Beim Neubau kommen Sensoren zum Einsatz, die ermitteln, wie viele Mitarbeiter gerade anwesend sind – daran werden Beleuchtung und Temperatur ausgerichtet.

Fazit: Die Chance, einen Rundgang durch die Produktion von mittelständischen Betrieben, Hidden Champions bis hin zu Konzernen machen zu können, macht die Lange Nacht der Industrie einzigartig.

Ihr Ansprechpartner zum Thema "Industrie und Innovation"

Burkhard Rhein
Abteilungsleiter Industrie-, Energie- und Infrastrukturpolitik
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