23.06.20Berlin

Bruttoinlandsprodukt: Es wird ein „V“ – höchstwahrscheinlich


In ihrer Sommer-Prognose vom 23. Juni 2020 geht der SVR von der Annahme aus, dass es zunehmend gelingt, die Neuinfektionen einzudämmen und ein Wiederaufflammen der Pandemie mit erneuten Verschärfungen der Maßnahmen zu vermeiden. In diesem Fall könnten die Einschränkungen weiter gelockert und die Wirtschaftsaktivität wieder gesteigert werden.


  • Im ersten Quartal 2020 ging das BIP in Deutschland um 2,2 % zurück. Es handelt sich damit um den stärksten Einbruch seit der Finanzkrise 2008/2009.
  • Bis Ende des Jahres ist nicht mit einer Erholung am Arbeitsmarkt zu rechnen. Die Frühindikatoren des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des ifo Instituts deuten an, dass der gesamtwirtschaftliche Personalbedarf in den nächsten Monaten weiter rückläufig sein wird. Für die Jahre 2020 und 2021 sind durchschnittliche Arbeitslosenquoten von jeweils 6,1 % zu erwarten, so der SVR.
  • Das verschlechterte außenwirtschaftliche Umfeld dürfte die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr deutlich stärker belasten als im März angenommen. Ein Grund ist die hohe Unsicherheit, etwa im Hinblick auf die Länge der Corona-Krise, die eine geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen nach sich ziehen dürfte, nachdem diese bereits in den vergangen beiden Jahren schwach gewesen ist. Folglich dürfte die Nachfrage etwa nach Maschinen und Fahrzeugen aus Deutschland gedämpft bleiben.

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