04.12.20Berlin

Brandenburg schiebt sich in die Top Ten

Studie: Dahme-Spreewald und Oder-Spree gehören bis 2030 zu den dynamischsten Regionen im Land

Die Landkreise Dahme-Spreewald und Oder-Spree dürften bis 2030 zu den zehn wachstumsstärksten Regionen in Deutschland gehören. Hier wird es in den kommenden Jahren eine große Dynamik geben, wie aus einer Langfrist-Konjunkturprognose des Beratungsinstituts Prognos hervorgeht.

Für beide Landkreise erwarten die Fachleute ein Wachstum der Bruttowertschöpfung zwischen 11 und 28 Prozent bis zum Jahr 2030. Auch die Stadt Potsdam sowie der Kreis Potsdam-Mittelmark sind in den Top Ten zu finden. Nur Rostock wächst noch etwas stärker.

BER und Tesla sind Job-Magneten

Das Umland Berlins steht damit in einer Reihe mit wirtschaftsstarken Städten und Regionen wie Wolfsburg, Leipzig, Regensburg, Darmstadt und drei Landkreisen im Münchner Umland. Insgesamt hat Prognos alle 401 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland unter die Lupe genommen. Auch das "Handelsblatt" berichtet über die Studie.

In Dahme-Spreewald und Oder-Spree beobachtet Prognos einen BER- und einen Tesla-Effekt. Beide Ansiedlungen werden viele neue Arbeitsplätze nach sich ziehen.

Ab 2025 fehlen zunehmend Arbeitskräfte

Ein weiterer Effekt kommt hinzu: Ab 2025 begrenzt ein immer größerer Mangel an Arbeitskräften das Wirtschaftswachstum. Ein Minus von sieben Prozent dürfte es zwischen 2019 und 2030 bei der Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland geben. Deshalb wird es für Regionen in Zukunft umso wichtiger, sich attraktiv zu machen für Fachkräfte und gut ausgebildete Menschen – durch erschwinglichen Wohnraum und hohe Lebensqualität. Das ist im Umfeld etwa von Berlin gegeben.

Regionen in der Nähe attraktiver Metropolen haben in den kommenden Jahren die besten Chancen auf eine gute Entwicklung, sagen die Prognos-Experten.

„Metropolen und mittelgroße Städte legen weiterhin zu, mitsamt ihres Umlands“, sagt Prognos-Regionalexperte Olaf Arndt. „Diese Ballungsräume ziehen auch in Zukunft Erwerbstätige an und können mit überproportionalem Wachstum rechnen. Gute Ausbildungsstätten und -angebote, wie eine attraktive Hochschule, sind ein Schlüssel zum Erfolg.“

Politik muss noch intensiver Fachkräfte aktivieren

Vier der neun Landkreise und Städte, die direkt an Berlin grenzen, kommen den Berechnungen zufolge auf eine Zunahme bei der Bruttowertschöpfung von mindestens neun bis elf Prozent. Nur im Landkreis Märkisch-Oderland ist laut Prognos nur ein Plus von fünf bis sieben Prozent zu erwarten.

Im Fokus der Wirtschaftspolitik steht für Prognos, in den kommenden Jahren so viele Arbeitskräfte wie möglich zu mobilisieren. Dazu gehöre es, um qualifizierte Migranten zu werben und mehr Anreize für Arbeit zu geben – an Teilzeitkräfte, Transferempfänger, Arbeitslose, Geringverdiener oder Rentner. Außerdem gelte es, die Produktivität der Beschäftigten durch eine bessere Ausbildung zu steigern.

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