„Arbeitsmarkt ist eingefroren, Impulse fehlen"
Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg ist weiterhin von der Konjunkturschwäche einerseits und vom Personalmangel andererseits geprägt. „Der Arbeitsmarkt in der Hauptstadtregion wirkt wie eingefroren. Die Arbeitslosigkeit nimmt leicht zu, ein Personalabbau im größeren Stil findet aber trotz der schlappen Konjunktur nicht statt." Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp am Donnerstag nach der Veröffentlichung der Zahlen.
Angesichts des Winters, der dürftigen Aussichten für 2024 und der vielen Probleme am Standort Deutschland sei eine Besserung der Lage nicht in Sicht, urteilte er weiter. „Auf der anderen Seite nimmt die Beschäftigung zu, wenngleich mit deutlich weniger Dynamik als im vergangenen Jahr. Und immerhin sind in Berlin und Brandenburg bei den Arbeitsagenturen 45.000 Stellen als unbesetzt gemeldet. Tatsächlich dürften es noch einige zehntausend mehr sein."
Überall fehlen Fachkräfte
In Berlin liegt die Arbeitslosenquote über neun Prozent. „Die Stadt steht damit im bundesweiten Vergleich schlecht da", sagte Schirp. „Die vielen offenen Stellen zeigen, dass es den Unternehmen dennoch schwerfällt, die nötigen Fachkräfte zu finden. Dieser offensichtliche Mismatch droht in der Zukunft zu einer immer stärkeren Bremse für die Entwicklung der Firmen zu werden."
In Brandenburg schrumpft die Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr weiter. „Das ist ein alarmierendes Zeichen, zumal fast 25.000 Stellen im Land unbesetzt sind. Für die ehrgeizigen Vorhaben im Zuge des Strukturwandels gibt es aber einen großen Personalbedarf. Der Umbau der Wirtschaft darf nicht am Fachkräfte-Mangel scheitern.“
Disclaimer
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