Sicherheit stärken, Resilienz ausbauen
Stromausfall in Berlin, Cyberattacken auf Unternehmen, Drohnensichtungen an Flughäfen: Die Welt ist für die Wirtschaft ein gefährlicher Ort geworden. Um sie resilienter zu machen, starten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg jetzt die UVB-Wirtschaftsinitiative Sicherheit und Resilienz.
Warum Unternehmen heute mehr Schutz brauchen als je zuvor
Stromausfall in Berlin, Cyberattacken auf Unternehmen, Drohnensichtungen an Flughäfen: Die Welt ist für die Wirtschaft ein gefährlicher Ort geworden. Auf vielen Ebenen werden Unternehmen angegriffen und müssen sich dagegen wappnen. Angesichts der neuen Bedrohungen ist klar: Nur wer in seine Resilienz investiert, ist auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich.
Darum nehmen die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg ihre Verantwortung ernst und rufen die UVB-Wirtschaftsinitiative Sicherheit und Resilienz ins Leben. Darin diskutieren Vertreter aus der Wirtschaft, aus der Sicherheitsbranche, Fachleute für Technologie und Netze die Strategien und Lösungen, die es heutzutage braucht.
Notfallmanagement: Risiko- und Krisenmanagement als Unternehmensaufgabe
Unternehmen sehen sich mit einer steigenden Anzahl interner und externer Risiken konfrontiert – von Lieferengpässen über IT-Ausfälle bis zu politischen und gesellschaftlichen Spannungen. Systematische Risikoanalysen, vorbeugende Maßnahmen und ein robustes Krisenmanagement sind heute kein Luxus mehr, sondern unverzichtbar geworden. Nur wer frühzeitig Risiken identifiziert und Szenarien durchspielt, kann im Ernstfall handlungsfähig bleiben und Schäden begrenzen.
Energie und sichere Stromversorgung: Kritische Infrastruktur im Fokus
Der großflächige Stromausfall von Anfang Januar 2026 in Berlin hat drastisch gezeigt, wie verwundbar moderne Städte heute sind. Durch einen mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Stromkabelbrücke waren zehntausende Haushalte und Unternehmen tagelang ohne Strom, Heizung, Internet und Telekommunikation.
Solche Stromausfälle sorgen für enorme Schäden durch Produktionsstillstände, Ausfallzeiten, Lieferprobleme und womöglich durch Schäden an Maschinen. Sie zeigen, wie wichtig es ist, Energieversorgung, Netzresilienz und Notfallpläne in der Schublade zu haben.
Cybersicherheit: Digitale Angriffe treffen Unternehmen aller Größen
Die Digitalisierung treibt Produktivität und Vernetzung voran – zugleich nimmt die Bedrohung durch Cyberattacken zu. Zahlreiche deutsche Unternehmen waren in jüngster Zeit Ziel von Angriffen, die hohe Schäden verursachen und Betriebsabläufe stören können. IT-Fachleute gehen davon aus, dass Cyberrisiken heute so relevant sind wie nie zuvor. Die Konsequenz: Es gilt, digitale Sicherheitsmaßnahmen zu stärken, Belegschaften zu schulen und auf moderne Abwehr- und Reaktionsmechanismen zu setzen. Nur so lassen sich Geschäftsprozesse und sensible Daten schützen.
Spionage und Sabotage: Schutz vor physischen und digitalen Angriffen
Auch physische Angriffe auf Infrastruktur oder gezielte Spionageakte können Unternehmen existenziell bedrohen. Behörden und Sicherheitsorgane melden vermehrt Fälle, in denen Unbekannte über kritische Standorte fliegen oder Netzwerke gezielt auskundschaften, um Informationen zu gewinnen oder Schwachstellen auszuloten.
Unternehmen müssen sowohl physische Objekte als auch digitale Assets schützen und Strategien entwickeln, die über klassische Sicherheitskonzepte hinausgehen.
Lieferketten- und Rohstoffsicherheit: Resilienz in vernetzten Systemen
Globale Lieferketten sind das Rückgrat der Wirtschaft – und zugleich ein Schwachpunkt. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen, Naturkatastrophen oder Ausfälle bei Zulieferern können die heimische Produktion bremsen oder gar lahmlegen. Unternehmen müssen daher ihre Lieferketten doppelt absichern, alternative Bezugswege planen und Strategien für Engpässe entwickeln.
Standortsicherheit und Objektschutz: Schutz von Menschen und Werten
Zäune, Kameras, Kontrollen: Die Sicherheit von Standorten ist nicht betriebswirtschaftlich wichtig, sondern auch für Mitarbeiter, Kunden und Partner. Gewalttaten, Diebstähle, Sabotageakte oder Unglücksfälle können einen Betrieb unmittelbar treffen. Entsprechende Schutz- und Präventionskonzepte – vom Besucherausweis über Videoüberwachung bis hin zu Notfallkonzepten vor Ort – gehören zur Pflicht einer Unternehmensleitung.
Kommunikation und Internet: Sicher durch Informationskrisen
Kommunikation in einer Krisensituation ist das A und O. Nur wer in einer schwierigen Situation Vertrauen und Kompetenz vermittelt, gilt aus glaubwürdig. Unterbrechungen bei Internet und Telekommunikation, etwa beim Stromausfall im Berliner Südwesten, machen deutlich, wie verletzlich digitale Kommunikationswege sind. Unternehmen müssen sie deshalb redundant absichern- Zudem sind klare Kommunikationspläne für interne und externe Stakeholder nötig, um selbst unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Gemeinsam für mehr Sicherheit und Resilienz
Diese Felder zeigen: Sicherheit in Unternehmen findet auf vielen Ebenen statt. Sie erfordert ein ganzheitliches Denken. Es geht nicht nur um einzelne Maßnahmen, sondern darum, Prozesse, Technologien und Kompetenzen zu verknüpfen.
Mit der Wirtschaftsinitiative Sicherheit und Resilienz der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg schaffen wir einen Raum, in dem Unternehmen, Sicherheitsexperten und politische Entscheidungsträger gemeinsam über die neuen Herausforderungen sprechen können. Sie erarbeiten Strategien, Best-Practices und innovative Ansätze, um den Bedrohungen unserer Zeit zu begegnen und langfristige Stabilität zu sichern.
Werden Sie jetzt Teil dieses Dialogs! Gemeinsam gestalten wir eine sichere und widerstandsfähige Zukunft für die Wirtschaft.