27.04.15

Dr. Niehage: Zuwanderung nutzt der Hauptstadtregion

UVB-Präsident Dr. Udo Niehage | © UVB 2015 / André Wagenzik

UVB-Präsident wirbt für mehr Offenheit gegenüber Menschen aus dem Ausland 

Dr. Udo Niehage, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), wirbt dafür, die positiven Aspekte der Zuwanderung nach Deutschland noch stärker zu betonen. „Wir sind froh, dass viele Menschen aus dem Ausland zu uns kommen. Immer mehr Zuwanderer finden direkt einen Arbeitsplatz, gerade in der Hauptstadtregion“, sagte er am Montag auf dem Potsdamer Wirtschaftsforum, veranstaltet von der UVB und der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“. „Sie nutzen unseren Unternehmen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung. Sie bereichern unsere Gesellschaft. Und sie helfen uns ein Stück weit, den demografischen Wandel zu bewältigen.“ 

„Intelligent und international – die Antworten Deutschlands auf die Herausforderungen der Zukunft“ lautete das Leitthema des Potsdamer Wirtschaftsforums. Dr. Niehage plädierte für eine freundlichere Willkommenskultur. „Zu oft treffen Zuwanderer auf Skepsis oder sogar auf offene Ablehnung. Hier müssen wir als Wirtschaftsvertreter für mehr Offenheit und Akzeptanz werden“, forderte Dr. Niehage vor 200 Gästen. „Es muss uns gelingen, so viele Talente aus dem Ausland wie nur möglich für unser Land zu begeistern.“

Wichtige Ansatzpunkte sind für den UVB-Präsidenten Aktivitäten etwa bei der Sprachförderung von Zuwanderern. Die Wirtschaft in der Hauptstadtregion engagiere sich zudem über das „IQ-Netzwerk“ für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen. Daneben unterstütze die UVB über ihr Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw) die Nachqualifizierung von Zuwanderern und helfe ihnen bei der Orientierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im Rahmen des EU-Programms „Mobi-Pro EU“ begleite das bbw außerdem Jugendliche aus Italien und Spanien bei ihrer Erstausbildung in Brandenburg. 

Wie neben mehr Zuwanderung auch das Bildungssystem den Wohlstand in der Zukunft sichern helfen kann, darüber diskutierten in Potsdam unter anderem Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Weitere Erfahrungen aus der  Praxis brachten Prof. Dr. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, und Dr. Andreas Reichel, Vorstand der E.DIS AG sowie UVB-Vizepräsident, ein.

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Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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