27.04.15

Kramer: Ausbildung und Studium nicht gegeneinander ausspielen

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer | © UVB 2015 / André Wagenzik

Arbeitgeberpräsident verlangt systematische Berufs- und Studienorientierung

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer plädiert dafür, duale Ausbildung und Hochschulstudium nicht als Gegensätze zu betrachten. „Die Unternehmen brauchen Absolventinnen und Absolventen sowohl aus der akademischen wie aus der beruflichen Bildung. Die beiden Bereiche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagte Kramer am Montag auf dem Potsdamer Wirtschaftsforum, veranstaltet von den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB) und „Märkischer Allgemeiner Zeitung“. 

„Statt ein Mehr oder Weniger in dem einen oder anderen Bildungsbereich zu diskutieren, sollte der Blick vielmehr auf die großen bildungspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre gerichtet werden“, führte Kramer vor rund 200 Gästen weiter aus. Es gelte, um jeden Einzelnen jungen Menschen im Bildungssystem zu kämpfen. „Nur durch eine bessere Schulqualität kann die Zahl der leistungsschwächeren und häufig nicht ausbildungsfähigen Jugendlichen gesenkt werden“, erläuterte Kramer weiter. Dazu gehöre zugleich eine Förderung leistungsstarker Schüler.

Neben einem Ausbau der schulischen Ganztagsangebote verlangte der BDA-Präsident auch, jungen Menschen bei der Entscheidung für den passenden Bildungs- und Berufsweg zu helfen. „Die Berufs- und Studienorientierung muss systematisch in der Sekundarstufe eins und zwei verankert werden“, forderte Kramer. Vor allem die Schulen, die zur Hochschulreife führen, müssten berufliche und akademische Bildung gleichberechtigt vorstellen. Dies gelinge am besten durch eine enge Kooperation zwischen Schulen und Betrieben.

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