Mobilität 2030: UVB fordert höhere Investitionen für Berliner Umland und für die Fläche
Das Land Brandenburg beginnt heute damit, eine Mobilitätsstrategie 2030 zu erarbeiten. Dazu erklärt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB):
„Die Debatte über eine Mobilitätsstrategie 2030 für Brandenburg ist sehr wichtig. Wir wissen: Verkehr bedeutet immer wirtschaftliches Wachstum. Also muss Politik Verkehr ermöglichen, statt ihn zu verhindern. Brandenburg muss dabei zwei Entwicklungen gerecht werden – dem Wachstum des Berliner Umlandes und der Entvölkerung der berlinfernen Regionen. Der Verkehr um die Hauptstadt herum nimmt kontinuierlich zu, die Zahl der Pendler von und nach Brandenburg wächst beständig. Dazu braucht es die passende Infrastruktur. Straßen und Schienen müssen ertüchtigt und ausgebaut, die Takte verdichtet werden.
Land und Bund dürfen aber die Regionen nicht vernachlässigen. Auch wenn die Einwohnerzahlen dort zurückgehen, muss es weiterhin eine Grundversorgung mit sicheren Straßen und Schienen geben. Das aktuelle, auf vier Jahre angelegte 100-Millionen-Euro-Programm der Landesregierung für die Landstraßen stopft nur die größten Löcher. Um das Netz auf Dauer instand zu halten, sind hier jedes Jahr 80 Millionen Euro nötig.
Mobilität lässt sich allerdings heute nicht mehr denken ohne die Mobilität von Daten. Eine Breitband-Datenleitung ist für eine Region ebenso wichtig wie eine gut ausgebaute Bundesstraße. Gerade in der Fläche muss der Ausbau dieser Infrastruktur deutlich schneller vorangehen. Das Ziel muss eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser-Kabeln sein.“
Disclaimer
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.