Moschko appelliert: „Machen Sie den Wirtschaftsstandort zur Priorität!“
UVB-Präsident Stefan Moschko hat die Parteien in Berlin dazu aufgefordert, bei ihren Koalitionsverhandlungen die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft in den Mittelpunkt zu stellen. „Hören Sie auf, Debatten zu führen, die vom Alltag der Unternehmen und ihrer Beschäftigten meilenweit entfernt sind“, appellierte er auf dem Bierabend des Spitzenverbands am Mittwochabend. „Kümmern Sie sich darum, dass die Wirtschaft besser arbeiten kann! Das ist die Voraussetzung für Innovationen, für gute Geschäfte und für Arbeitsplätze – und damit für ein funktionierendes Gemeinwesen.“
Moschko bezeichnete den Streit um Enteignungen großer Wohnungsunternehmen als „irrwitzig“. Dies und die Debatten um den Nahost-Konflikt hätten dem Standort Berlin bereits „schweren Schaden“ zugefügt. Der Verbandspräsident formulierte konkrete Erwartungen der Wirtschaft an die künftige Landesregierung. Sie müsse wirksame Maßnahmen gegen steigende Energiekosten, Steuern und Abgaben ergreifen. Außerdem brauche es einen spürbaren Bürokratieabbau sowie ausreichende Investitionen in Infrastruktur und Bildung.
Dank an engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer in der Hauptstadtregion
Moschko würdigte das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region. Sie brächten Berlin und Brandenburg auch unter schwierigen Bedingungen voran und sicherten Beschäftigung und Wohlstand. „Unsere Unternehmen brauchen Stabilität, Verlässlichkeit und Vertrauen“, resümierte Moschko. „Nur dann können sie solide wirtschaften.“
Die Unternehmensverbände begrüßten auf dem Bierabend, dem traditionellen Jahresempfang, rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung versteht sich seit mehr als 50 Jahren als Ort des konstruktiven Dialogs und des Zusammenhalts. Anwesend waren Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Bürgermeister und Finanzsenator Stefan Evers, Justizsenatorin Dr. Felor Badenberg, Verkehrssenatorin Ute Bonde, Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra sowie Innensenatorin Ines Spranger. Aus der Brandenburger Landesregierung nahmen Wirtschaftsministerin Martina Klement sowie eine Reihe von Staatssekretärinnen und Staatssekretären teil.
Disclaimer
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.