Neue Strategien für den Wandel
Die Lausitz verfügt über großes Potenzial. Eine attraktive Regional- und Stadtplanung kann mehr Wohlstand und Wachstum bringen. | © Fotolia 2015 / Lottchen
UVB-Diskussion: Demografische Entwicklung in der Lausitz gestalten
Wenn sich die Lausitz rechtzeitig auf die Alterung der Gesellschaft einstellt, kann sie diesen Wandel bewältigen. Dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen – dann gibt es Chancen auf neues Wachstum. Das ist das Fazit der Diskussionsrunde „Bergauf immer beschleunigen – wie die Lausitz den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen kann“ am Dienstagabend in Cottbus. Dazu geladen hatten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) sowie Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus.
„Die Region verfügt über großes Potenzial. Eine attraktive Regional- und Stadtplanung kann mehr Wohlstand und Wachstum bringen. Die Lausitz benötigt zudem ein attraktiveres Image, um verstärkt Unternehmen und Arbeitnehmer in die Region zu locken“, sagte Eberhard Tomsche, Geschäftsführer der UVB-Geschäftsstelle Cottbus-Frankfurt (Oder).
Mit rund 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Medien diskutierten Oberbürgermeister Holger Kelch, Prof. Silke Weidner von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie die Unternehmer Christian Seifert, Reha Vita GmbH, und Helmut Hoffmann, Geschäftsführer der Uesa Uebigauer Elektro- und Schaltanlagenbau GmbH. Oberbürgermeister Kelch erklärte: „Der Strukturwandel wird all unsere Kräfte in Anspruch nehmen. Wir haben in der Region zahlreiche Unternehmen, die gezeigt haben, dass mit viel Engagement dieser Wandel gelingen kann. Die Region kann nur attraktiver werden, wenn Raumplanung und Wirtschaftspolitik stärker miteinander im Einklang stehen.
Der anhaltende Zuzug von Flüchtlingen bedeute allerdings eine zusätzliche Herausforderung, sagte Stephan Einenckel, Leiter Public Affairs der INSM. „Um langfristig den wirtschaftlichen Erfolg in der Region zu sichern, müssen Unternehmen und Politik die nun anstehenden Herausforderungen, Flüchtlingszustrom und Strukturwandel, gemeinsam bewältigen“, fügte er hinzu. Ueasa-Geschäftsführer Hoffmann sagte, für die Entwicklung der Region, insbesondere für den Zuzug von Fachkräften, sei eine ausreichende Verkehrsinfrastruktur wichtig. Christian Seifert, Gründer und Geschäftsführer von Reha Vita in Cottbus, empfahl, Anreize für Fachkräfte zu schaffen, etwa durch ein breiteres Angebot an bezahlbarem Wohnraum.
Disclaimer
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.