25.06.25 | Berlin

Schirp: „Entscheidung für ein autofreies Berlin wäre ein schwerer Schlag für die Wirtschaft"

UVB sieht geplantes Volksbegehren kritisch

Die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg sieht das Volksbegehren, das den privaten Autoverkehr überwiegend untersagen will, kritisch. „Das Autofahren in Berlins Innenstadt weitgehend verbieten zu wollen, wäre ein schwerer Schlag für die Wirtschaft in der Hauptstadtregion", sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp. 

Massive Umsatzeinbrüche drohen

Der Weg zur Arbeit und zurück wäre betroffen, mehr als 500.000 Menschen pendeln von Berlin nach Brandenburg oder umgekehrt. Wegen mangelnder Kapazität und Taktung sei der öffentliche Nahverkehr für viele keine Alternative, erklärte der Spitzenverband.  „Unternehmen aus Handel, Gastronomie und vielen anderen Branchen würde ein massiver Umsatzeinbruch drohen, weil Kunden entweder ausbleiben oder auf Online-Angebote ausweichen würden", sagte Schirp weiter.  

Scheitern würde eine solche Verkehrspolitik bereits am absehbaren Bürokratie-Wust. Unternehmen müssten Anträge schreiben, um ihren Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen, Bürgerinnen und Bürger müssten sich heute alltägliche Fahrten genehmigen lassen. 

Schirp:  „Die Wirtschaft steht zum weiteren Ausbau des Nahverkehrs und für mehr Sicherheit auf der Straße, insbesondere für Radfahrer und Fußgängerinnen. Mobilität ist aber essenziell, bei gravierenden Beschränkungen würde am Ende die gesamte Gesellschaft einen hohen Preis zahlen.“ 

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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