07.01.26

Schirp: „Fünf Tage ohne Strom werden in den Unternehmen noch lange nachwirken – Krisenreaktion muss besser werden“

Unternehmen fordern stärkere Resilienz der Infrastruktur

„Endlich funktioniert die Energieversorgung wieder. Die intensive Arbeit am beschädigten Teil des Stromnetzes zahlt sich aus." Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp zur Wiederaufnahme der Stromversorgung im Berliner Südwesten. 

Beträchtliche Schäden in vielen Branchen 

Prioritär gehe es jetzt darum, die entstandenen Schäden in der Infrastruktur und in der Wirtschaft zu bilanzieren und zu beheben. „In einigen Branchen werden diese fünf Tage ohne Strom noch lange nachwirken. Viele Unternehmen werden beträchtlichen Schäden durch Umsatz- und Produktionsausfall erlitten haben – und das in einer ohnehin wirtschaftlich sehr angespannten Zeit." 

Schwachstellen beheben

Der Großschaden an der Infrastruktur habe viele Schwachstellen in unseren Systemen offengelegt. Politik, Behörden und Wirtschaft müssen nach Ansicht der Unternehmensverbände nun rasch die Lehren daraus ziehen. „Wir müssen widerstandsfähiger werden sowohl gegenüber Anschlägen und Sabotage als auch gegenüber Natur- und anderen Katastrophen. Zudem ist es wichtig, auf Krisen schneller reagieren zu können und die zuständigen Kräfte besser miteinander zu vernetzen." 

Allerdings sei auch jede und jeder einzelne und auch jeder Betrieb gefragt, sich besser gegen solche Vorfälle zu wappnen. Schirp: „Es gilt, mehr Eigenverantwortung an den Tag zu legen und die Verantwortlichkeit nicht allein beim Staat zu sehen.“

 

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