Schirp: „Krise auf dem Jobmarkt zieht sich wie Kaugummi – Herbst der Reformen bislang enttäuschend“
„Die Jobkrise ist zäh wie Kaugummi. Die wichtigen Branchen in der Region kommen konjunkturell kaum vom Fleck. Es gehen mehr Arbeitsplätze verloren, als neue entstehen." Mit diesen Worten kommentierte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp die Arbeitsmarktzahlen für den November 2025.
Der Herbst der Reformen habe bislang zu wenig für den Standort gebracht, im Bund, in Berlin und in Brandenburg. „Für die Planung weiterer wirtschaftsfeindlicher Belastungen wie die Ausbildungsplatzabgabe oder Enteignungen in Berlin könnte es keinen schlechteren Zeitpunkt geben", mahnte er.
Berlin - eine arbeitsmarktpolitische Problemzone
In Berlin stagniert die Arbeitslosigkeit bei mehr als zehn Prozent. Damit bleibt die Hauptstadt Schirp zufolge „eine der arbeitsmarktpolitischen Problemzonen der Republik". Saisonbereinigt nehme die Arbeitslosigkeit weiter zu.
In den 45 Monaten seit dem Ende der Corona-Krise im Februar 2022 sei das in 30 Monaten der Fall gewesen. Schirp: „Alarmierend ist vor allem der aktuelle Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um fast 5.000. Angesichts dieser Zahlen brauchen wir dringend eine Debatte über bessere Standortbedingungen und sichere Arbeitsplätze."
Politik: Reformen statt Selbstbeschäftigung
In Brandenburg sei der Arbeitsmarkt stabiler, allerdings seien auch hier die Zahlen alles andere als gut. „Vor allem wichtige Branchen wie die Industrie bereiten Sorgen. Die Politik täte gut daran, bessere Perspektiven für die Unternehmen zu schaffen, als sich vor allem mit sich selbst zu beschäftigen."
Disclaimer
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