Schirp: „Schneller-Bauen-Gesetz ist Mutmacher in schwieriger Zeit – jetzt sind schnelle Umsetzung und mehr Digitalisierung entscheidend“
„Das Schneller-Bauen-Gesetz ist ein Mutmacher in schwieriger Zeit. Berlin kommt damit auf dem Weg, den Wohnungsbau spürbar anzukurbeln, einen bedeutenden Schritt voran." Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp nach der Verabschiedung des Gesetzes im Berliner Abgeordnetenhaus.
Zwar werde das Gesetz nicht dazu führen, dass der massive Wohnungsmangel in der Hauptstadt in kurzer Zeit verschwinde. Doch die Koalition schaffe damit die Voraussetzungen dafür, dass Bauvorhaben nicht mehr über Jahre in behördlichen Prozessen zerrieben werden. „Das ist auch ein gutes Signal dafür, dass es in der Demokratie gelingen kann, pragmatische Lösungen für drängende Probleme zu finden", urteilte Schirp.
Jetzt kommt es auf die Praxis an
Das Schneller-Bauen-Gesetz werde allerdings nur dann wirken, wenn die Verwaltungen die neuen rechtlichen Möglichkeiten im Alltag auch nutzten. Mehr Wohnungsbau müsse zu den wichtigsten politischen Zielen in jedem Bezirk gehören. „Das bedeutet, dass es in den Ämtern ausreichend Personal für die Betreuung von Bauprojekten geben muss. Außerdem hat Berlin noch einen großen Rückstand bei der Digitalisierung der Verwaltung aufzuholen", monierte der Hauptgeschäftsführer.
Nur wenn die Stadt sich hier ins 21. Jahrhundert aufmache, könne es Entspannung auf dem Wohnungsmarkt geben. „Für die Wirtschaft ist das ein zentrales Thema, denn die nötigen Fachkräfte kommen nur dann in die Stadt, wenn es genügend bezahlbare Wohnungen gibt.“
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