Weickert: „Schwierige Bilanz der Industrie – Politik muss sich endlich um Wettbewerbsfähigkeit kümmern“
Die Industriebilanz 2024 für die Hauptstadtregion zeigt aus Sicht der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg eine bedenkliche Entwicklung: Die Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten in Berlin wie in Brandenburg melden einen spürbaren Umsatzrückgang. In der Hauptstadt verzeichnen sie ein Minus von 1,9 Prozent, in Brandenburg liegt es sogar bei 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Für beide Länder ist es das zweite Minusjahr in Folge. Tröstlich ist allein, dass die Beschäftigung bislang noch einigermaßen stabil geblieben ist", sagte UVB-Geschäftsführer Sven Weickert. Ein klarer Aufwärtstrend beim Umsatz sei in den ersten Monaten des Jahres 2025 noch nicht zu erkennen.
„Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit duldet keinen Aufschub"
Die anhaltende Industriekrise muss dem Spitzenverband zufolge ein Anlass sein, endlich die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Noch immer ist die Industrie einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für die Hauptstadtregion und für Deutschland, an ihr hängen maßgeblich Wohlstand und Arbeitsplätze", erinnerte Weickert. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sei dringend geboten und dulde keinen Aufschub, gerade mit Blick auf die unkalkulierbare Zollpolitik der USA.
„Die Politik auf Länder- und auf Bundesebene muss sich entschlossener darum kümmern, die Lohnzusatzkosten zu senken, die Energiepreise auf einem wettbewerbsfähigen und kalkulierbaren Niveau zu halten und die Belastung durch Bürokratie abzubauen. Nur mit Gesundbeten kommt die Industrie nicht wieder in die Spur, nötig sind wirkungsvolle Weichenstellungen“, befand der Geschäftsführer weiter.
Disclaimer
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