30.04.26 | Berlin

Wirtschaft verlangt dauerhafte Lösung für die PCK-Raffinerie

Weickert: Unternehmen warnen vor weiterer Verunsicherung durch Lieferstopp

Die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg verlangt eine dauerhafte Lösung für die Raffinerie PCK in Schwedt. „Unsere Unternehmen sind darauf angewiesen, dass die Versorgung mit Treibstoff, Kerosin und Bitumen langfristig gesichert ist und es nicht immer neue Provisorien gibt“, sagte der stellvertretende UVB-Hauptgeschäftsführer Sven Weickert nach der Ankündigung, dass ab dem 1. Mai kein kasachisches Öl mehr durch die Druschba-Pipeline geliefert werde. 

Gerade in der aktuell angespannten Lage könne die Wirtschaft nicht noch mehr Unklarheit gebrauchen, urteilte Weickert weiter. Die Liferprobleme dürften „nicht dazu führen, dass in der Hauptstadtregion und darüber hinaus Versorgungsengpässe auftreten oder andere Preise gelten als im Rest der Republik“. 

Bundesregierung muss Druck machen

Im Kern gehe es jetzt darum, neue Lieferwege für geeignetes Rohöl zu erschließen und eine hohe Auslastung der Raffinerie zu sichern. Weickert: „Nötig ist ein langfristiges Bekenntnis von Polen, die Liefermenge über Danzig zu erhöhen. Wir erwarten von der Bundesregierung, sich dafür mit dem nötigen Nachdruck einzusetzen. Mittelfristig dürfte vor allem ein beschleunigter Ausbau der Pipeline Rostock-Schwedt wirksam sein. Hier steht eine Lösung seit Jahren aus.“

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