11.07.25 | Berlin

Ja zur Ausbildung – nein zur Strafabgabe!

Warum die Ausbildungsabgabe für Berlins Betriebe ein Irrweg ist

Der Berliner Senat plant, eine sogenannte Ausbildungsplatzabgabe einzuführen. Unternehmen, die nach Ansicht der Politik keine oder zu wenige Ausbildungsplätze anbieten, sollen künftig eine Abgabe zahlen. Auf diese Weise wollen CDU und SPD das Angebot an Ausbildungsplätzen erhöhen. 

Das Ansinnen geht auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD von 2023 zurück. Demnach soll die Wirtschaft zwischen 2023 und Ende 2025 insgesamt 2000 zusätzliche Ausbildungsverträge nachweisen. Gelingt das nicht, wird laut Vertrag die Abgabe eingeführt. Das Gesetzgebungsverfahren dazu soll im Herbst 2025 beginnen. Ein erster Entwurf liegt vor

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg lehnen die Ausbildungsplatzabgabe entschieden ab. Sie ist kein geeignetes Mittel, um mehr Ausbildungsplätze zu schaffen – im Gegenteil:

  • Die Berliner Wirtschaft bildet bereits umfangreich aus, trotz Fachkräftemangel, Bürokratie und steigender Kosten. Das Angebot an Plätzen ist groß, es fehlen aber qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber. Unternehmen, die niemanden findet, werden trotzdem (und damit doppelt) bestraft.
  • Die Abgabe wäre eine zusätzliche Belastung für viele Unternehmen – gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Die Wirtschaft befürchtet zusätzliche Bürokratie und hohe Kosten.
  • Ausbildungsqualität entsteht nicht durch Zwang, sondern durch Partnerschaft, Praxisnähe und gute Rahmenbedingungen.
  • Statt Sanktionen braucht es Anreize, Entlastung, eine bessere Schulqualität und bessere Berufsorientierung für Jugendliche.

Unser Ziel: Mehr betriebliche Ausbildung durch Motivation statt durch Strafe – gemeinsam mit Schulen, Kammern und Betrieben.

Fragen und Antworten

Warum schadet eine Ausbildungsplatzabgabe den Unternehmen? Warum geht sie am Ziel vorbei? Was sind die Alternativen? Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten.  

 

Pressekontakt

Carsten Brönstrup
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