02.07.26 | Berlin

Wenn junge Menschen von ihrer Ausbildung schwärmen

„Warum ich meine Ausbildung liebe“: Unternehmensverbände prämieren Geschichten von Auszubildenden

„Feuerwehrfrau – das soll mein Weg fürs Leben sein“: Sätze wie dieser stehen im Mittelpunkt eines Erzählwettbewerbs, den die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und das Institut für Talententwicklung (IfT) ins Leben gerufen haben. Unter dem Titel „Warum ich meine Ausbildung liebe“ haben junge Menschen erzählt, was sie an ihrer dualen Ausbildung begeistert. Am Donnerstag haben die Institutionen die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Traumjob Feuerwehrfrau

Die Erstplatzierte ist Jenny Schulz. Sie erzählt in einem lyrischen Text von ihrer Ausbildung zur Werksfeuerwehrfrau in der PCK-Raffinerie Schwedt. Darin berichtet sie von den Anforderungen und von der Faszination, die ihr Lehrberuf seit der Kindheit auf sie ausübt. „Jenny Schulz beschreibt nicht nur, was sie lernt, sondern auch, wie sie dabei persönlich wächst“, begründete die Wettbewerbs-Jury die Entscheidung. Zudem mache sie deutlich, dass eine Ausbildung ein erster Schritt sein könne, um einen Kindheitstraum zu verwirklichen. 

Den zweiten Preis gewann Sabrina Miede, angehende Kauffrau für Büromanagement bei der Berliner Stadtreinigung BSR. Sie hat die Begeisterung für ihre Ausbildung in eine fiktive Stellenanzeige verpackt, die deutlich macht, für wie abwechslungsreich, wertschätzend und motivierend sie ihr Arbeitsumfeld empfindet. 

Technik-Begeisterung und Zukunftsvision

Ein dritter Platz geht an Fabian Schmidt, der bei Brose Fahrzeugteile zum Mechatroniker ausgebildet wird und über seine Technik-Begeisterung schreibt. Einen weiteren dritten Platz belegt Juni Hoffmann, Auszubildende zur Immobilienkauffrau bei der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte. Sie hat eine Vision über die Arbeit im Berliner Wohnungsmarkt im Jahr 2083 eingereicht.

Schirp: Engagement der Unternehmen für duale Bildung stärker würdigen

„Unsere Preisträgerinnen und Preisträger stehen für eine moderne, zukunftsfähige und sinnstiftende berufliche Bildung. Sie zeigen uns, wie vielfältig und attraktiv die duale Ausbildung heute sein kann“, sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp. Die UVB wolle mit dem Wettbewerb aber auch die Unternehmen würdigen, die mit ihrem Engagement für die Ausbildung Verantwortung übernähmen. „Diesen Einsatz durch nicht durchdachte Eingriffe wie eine Ausbildungsplatzabgabe zu bestrafen, ist absolut fahrlässig“, sagte Schirp mit Blick auf das Vorhaben in Berlin. „Wir hoffen, dass die Politik an dieser Stelle noch zur Einsicht kommt.“

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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