30.04.20 | Berlin

"Je eher der Neustart gelingt, desto weniger Arbeitsplätze gehen verloren"

Wirtschaft plädiert für Stützung der Konjunktur

„Die Corona-Krise ist die härteste Belastungsprobe für den Arbeitsmarkt seit Jahrzehnten", kommentiert UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck die Arbeitsmarkt-Daten vom April 2020. "Nahezu alle Branchen in der Hauptstadtregion sind spürbar vom Einbruch der Nachfrage und von den verordneten Kontaktbeschränkungen betroffen. In Berlin haben im März und April 32.201 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet, in Brandenburg waren es 21.584 Unternehmen. Das sind weitaus mehr als in der Finanzkrise 2008/2009."

"Bei kleinen und mittleren Firmen geht die Krise sofort an die Substanz"

Die Unternehmen zeigten, dass sie ihre Fachkräfte unbedingt halten wollen, erklärte Amsinck weiter. Sie bauten Überstunden und Arbeitszeitkonten ab und nutzten intensiv die Kurzarbeit, die sich jetzt als der wichtigste Stabilisator erweise. "Doch gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Hotels, Gastronomie und Dienstleistungen sind die finanziellen Reserven begrenzt. Hier geht die Krise sofort an die Substanz." Die Arbeitslosigkeit sei bereits spürbar gestiegen, fügte der Hauptgeschäftsführer hinzu, und liege mit 9,3 Prozent in Berlin (Vorjahr 7,7 Prozent) und 6,2 Prozent in Brandenburg (Vorjahr 5,8 Prozent) deutlich über dem Vorjahreswert.

"Je eher der Neustart gelingt, desto weniger Arbeitsplätze gehen verloren"

"Deshalb braucht die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg so schnell wie möglich einen Fahrplan für einen Wiedereinstieg. Je eher der Neustart gelingt, desto weniger Arbeitsplätze gehen verloren", zeigte sich Amsinck überzeugt. "Wir glauben, dass viele Branchen verantwortungsvoll wirtschaften und zugleich die Gesundheit von Beschäftigten und Kunden schützen können."

Außerdem seien Maßnahmen nötig, die für Wachstum sorgen. "Es gilt, konjunkturstimulierende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Neben höheren Investitionen des Staates brauchen wir Kaufanreize für die Konsumenten und Steuerentlastungen, damit die Nachfrage wieder in Schwung kommt.“

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

Arbeitsmarkbericht

April 2020

Beschäftigung in Berlin und Brandenburg

Bericht der Arbeitsagentur

Monatsbericht

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitsmarkt

Alexander Schirp, UVB, stv. Hauptgeschäftsführer, Unternehmensverbände, Berlin, Brandenburg
Hauptgeschäftsführer
Alexander
Schirp
Telefon:
+49 30 31005-101
Telefax:
+49 30 31005-160
E-Mail:
Schirp [at] uvb-online.de
Antonia Petersen
Arbeitsmarktpolitik
Antonia
Petersen
Telefon:
+49 30 31005-124
Telefax:
+49 30 31005-240
E-Mail:
Petersen [at] uvb-online.de

Pressekontakt

Carsten Brönstrup
Abteilungsleiter Presse und Kommunikation, Pressesprecher
Carsten
Brönstrup
Telefon:
+49 30 31005-114
Telefax:
+49 30 31005-166
E-Mail:
Broenstrup [at] uvb-online.de