Schirp: „Für eine Job-Wende ist mehr Vertrauen in den Standort nötig“
„Aus Sicht der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg muss die Gesamtwirtschaft in Deutschland noch stärker in Fahrt kommen, bevor auf dem Arbeitsmarkt der Trend dauerhaft nach oben zeigt. Zuletzt gab es ermutigende Signale, etwa von der Exportwirtschaft." Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp anlässlich der Arbeitsmarkt-Daten in Berlin und Brandenburg im August 2026.
Es werde dauern, bis die Betriebe volles Vertrauen in eine bessere wirtschaftliche Zukunft gefasst hätten, befand er weiter. Hilfestellung könne hier die Politik leisten: „Auf der Bundesebene, indem die versprochenen Strukturreformen nun schnell und ohne Abstriche umgesetzt werden. Und auf der Länder-Ebene, indem wirtschaftsfeindliche Vorhaben wie die Enteignung von Wohnungskonzernen oder die Einführung einer Ausbildungsplatz-Abgabe nicht weiterverfolgt werden“, verlangte Schirp. „Hier haben wir eine klare Erwartung an die nächste Koalition im Abgeordnetenhaus. Sie steht in der Verantwortung, die Standort-Bedingungen weiter zu verbessern.“
Noch viele Chancen zur Ausbildung in Berlin
In Berlin sehe die Wirtschaft wir einerseits wenig Dynamik auf dem Stellenmarkt. „Andererseits ist der Ausbildungsmarkt deutlich in Bewegung. Bei den Unternehmen sind noch deutlich mehr als die amtlich gemeldeten 4.000 Stellen frei. Auch deutlich nach dem Start des Ausbildungsjahres am 1. September gibt es für junge Menschen die Möglichkeit, hier noch aufzuspringen“, sagte der Hauptgeschäftsführer.
In Brandenburg sähen die Unternehmen durchaus positive Signale. Schirp: „Die Unternehmen suchen verstärkt nach neuen Kräften, gerade in der Logistik, der Automobilwirtschaft und der Zeitarbeit. Sollte dieser Trend anhalten, deutet das möglicherweise auf bessere Aussichten nicht nur dieser Branchen hin.“
Auf dem Ausbildungsmarkt seien noch viele tausend Stellen zu besetzen. „Wir appellieren an junge Menschen, Lehrkräfte und Eltern, gemeinsam diese Chancen zu ergreifen.“
Disclaimer
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