Jetzt können echte Bewerbungen kommen
Wenn sich 15- oder 16-jährige Schülerinnen und Schüler für ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerben, haben sie viele Fragen. Dann können manchmal Eltern oder ältere Geschwister ihre Erfahrungen weitergeben – oder das UVB-Team. Seit 2013 organisieren die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg zusammen mit ihrer Partnerschule, der Walter-Gropius-Schule in Neukölln, jedes Jahr kurz vor den Sommerferien Bewerbungstage für Schülerinnen und Schüler.
„Stellen Sie sich bitte einmal kurz vor.“
So übten am 30. Juni rund 100 Jugendliche der 9. Jahrgangsstufe Bewerbungsgespräche. Sie präsentierten sich in Test-Bewerbungsgesprächen. Dazu waren acht Trainerinnen und Trainer der UVB, unter ihnen diesmal auch Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp, an die Schule gekommen. Dort spielten sie die Rolle von Personalverantwortlichen.
„Fehler sind erlaubt. Heute geht es ums Üben, nicht um Noten.“
Das Prinzip: Jeweils drei „Bewerber“ präsentieren sich der Reihe nach zwei „Personalern“. So mancher feuchte Händedruck verrät bei der Begrüßung eine gewisse Anspannung. Doch schnell wird klar: Angst muss hier keiner haben. Eine Schülerin berichtet stolz von ihrem Praktikum in einer Arztpraxis, wo sie eigenständig Allergietests durchführen durfte. Eine andere zeigt ihre Begeisterung für Büroarbeit.
„Du zeigst, dass dich der Beruf begeistert.“
Bei allen Gesprächen lernen die Teilnehmenden aus dem Feedback der Trainer. Zum Beispiel, wenn ein Bewerbungsschreiben trotz der langen Vorbereitungszeit vermeidbare Fehler enthält. „Lasst immer jemanden über eure Bewerbung gucken, bevor ihr sie abschickt. Vier Augen sehen mehr als zwei.“ Oder auch: „Du zeigst, dass dich der Beruf begeistert. Du hast das Zeug, um Mitmenschen als medizinische Fachangestellte zu helfen. Wir würden dir den Ausbildungsplatz geben.“
Den Jugendlichen haben die Trainings gefallen. Bei der Nachbesprechung mit der ganzen Klasse spenden sie den UVB-Trainern Applaus. Und die Erkenntnis: Jetzt können die echten Bewerbungen ruhig kommen.