30.04.26 | Berlin

Schirp: „Arbeitsmarkt kommt trotz Frühjahr nicht in die Gänge“

Arbeitgeber kritisieren Reformpläne der Bundesregierung

Die Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg haben die April-Daten mit Enttäuschung kommentiert. „Der Arbeitsmarkt hat weiterhin keinen guten Lauf. Das liegt vor allem an der großen Unsicherheit in der Wirtschaft", sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp.  „Die vielen Krisen auf der Welt bremsen die Bereitschaft zu investieren und Personal einzustellen. Hinzu kommt die Angst der Bundesregierung vor entscheidenden Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Das zeigt sich exemplarisch an der nun vorgestellten Gesundheitsreform."

Gesundheitsreform bringt dem Arbeitsmarkt nichts

Union und SPD hätten die Chance auf eine echte Entlastung von Unternehmen und Beitragszahlern kläglich vergeben. „Sie belasten Betriebe und Beschäftigte sogar noch zusätzlich mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Mit derlei Pseudo-Reformen wird es kaum gelingen, den Arbeitsmarkt wieder in Schwung zu bringen und den Standort attraktiver zu machen", urteilte Schirp weiter. 

In Berlin ist auf dem Arbeitsmarkt von einer Frühjahrsbelebung weiterhin wenig zu spüren.  „Die Zahl der Arbeitslosen steigt, statt zurückzugehen. Zusätzlich wird das Vertrauen zwischen Wirtschaft und Politik belastet durch Beschlüsse wie die Ausbildungsplatzabgabe oder das Vergesellschaftungsgesetz. Das sind keine Signale, die für zusätzliche Investitionen in der Stadt sprechen", erklärte der Hauptgeschäftsführer. 

In Brandenburg geht die Arbeitslosigkeit saisonbedingt zwar leicht zurück. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sinkt aber ebenfalls. Schirp: „Die Probleme im Verarbeitenden Gewerbe sind offenbar noch nicht überwunden." 

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