Schirp: „Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt bislang nur ein Hoffnungswert“
Zum Arbeitsmarkt im Oktober in Berlin und Brandenburg erklärt UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp:
„Eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt durch eine besser laufende Wirtschaft ist bislang nicht mehr als ein Hoffnungswert. Eine Belebung auf breiter Front können wir nicht erkennen. Allenfalls marginale Veränderungen bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit – in der Hauptstadtregion bleibt das Muster seit Monaten gleich. Von der Politik in Berlin empfangen die Unternehmen wenig ermunternde Signale. Enteignungen, neue Steuern und Abgaben, wie es Linke, Grüne und SPD planen, sind nicht das Rezept für neue Chancen und mehr Arbeitsplätze.
Das Ausbildungsangebot der Unternehmen in Berlin und Brandenburg ist weitgehend stabil, trotz einer außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage. Das tatsächliche Engagement der Wirtschaft ist sogar weitaus größer, als es die Statistik zeigt. Erstens bieten die Betriebe in der Praxis deutlich mehr Stellen an, als sie bei den Arbeitsagenturen melden. Zweitens betreiben die Firmen einen enormen Aufwand, um überhaupt genügend ausbildungsfähige junge Menschen zu finden und auf Dauer zu halten.
Diese Aufgabe erfordert einen immer größeren Einsatz und auch erhebliche Investitionen. Oft fehlen jungen Frauen und Männern grundlegende Kenntnisse in schulischen Kernfächern oder elementare soziale Kompetenzen. Statt die Wirtschaft mit einer überflüssigen Ausbildungsplatzabgabe zu gängeln, muss die Politik ansetzen bei einer stärkeren Unterstützung in schwierigen Ausbildungssituationen und mehr Qualität und Berufsorientierung in den Schulen.“
Disclaimer
Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.