22.05.26 | Berlin

Schirp: „Erschreckende Zahlen vom Wohnungsbau – jetzt Neubau vorantreiben und Enteignungsphantasien abschwören“

Deutlich weniger neue Wohnungen 2025 in Berlin und Brandenburg

In Berlin und Brandenburg ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen deutlich zurückgegangen. „Der Wohnungsbau in Berlin und Brandenburg entwickelt sich eindeutig in die falsche Richtung", sagte dazu UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp.

In Berlin sind im vergangenen Jahr 28 Prozent weniger neue Wohnungen fertiggestellt worden als im Vorjahr, in Brandenburg waren es gut 27 Prozent weniger.

„Das ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen“, sagte Schirp weiter. Schon heute machten viele Fachkräfte wegen fehlendem Wohnraum und hoher Neuvertragsmieten einen Bogen um die Hauptstadtregion. „Das ist eine gefährliche Entwicklung.“ 

„Klassenkampf löst keine Wohnungskrise“

Der Hauptgeschäftsführer machte die Debatten in Berlin dafür verantwortlich. „Schuld daran sind zu einem beträchtlichen Teil die Vergesellschaftungs- und Enteignungsphantasien in der Berliner Politik. Mit Klassenkampf lässt sich die Wohnungskrise nicht lösen, so verschärft man bloß den aktuellen Mangel.“ 

Nötig sei eine konsequente Neubau-Strategie mit einem breiten Ansatz. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg hätten ein Konzept für den Neubau von 100.000 Wohnungen binnen zehn Jahren vorgelegt. Schirp: „Die heutigen Wohnungsbau-Zahlen sind eine Mahnung, damit sofort an den Start zu gehen.“ 

Tempelhofer Feld bebauen

Er begrüßte es, dass das Abgeordnetenhaus darüber diskutiere, das Bauen schneller und einfacher zu machen. „Hier braucht es noch mehr politische Energie. Ein Baustein ist zudem die Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Wer sich jetzt noch dagegen wendet, hat den Ernst der Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht verstanden.“ 

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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