14.01.26

Wirtschaft in Brandenburg hält Wende für möglich

Unternehmen mahnen Unterstützung durch die Politik an. Sinanian: „Bildung der Landesregierung darf keine Hängepartie werden“

Die Wirtschaft in Brandenburg verlangt von der Politik Unterstützung, damit das Land 2026 wieder auf einen Wachstumspfad kommt. „Wir können in diesem Jahr die Wende schaffen – wenn uns die Regierungen in Land und Bund unterstützen und die nötigen Reformen entschlossen angehen.“ Das sagte André Sinanian, Vorstand der Bezirksgruppe Potsdam der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), auf dem Neujahrsempfang am Mittwoch in der Landeshauptstadt. 

Zu hohe Energiepreise, Steuern und Abgaben sowie die übermäßige Bürokratie seien die wichtigsten Themen aus Sicht der Unternehmen. „Hier brauchen wir Entscheidungen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken.“ Sinanian arbeitet für das Luftfahrtunternehmen MTU, das ein Werk in Ludwigsfelde betreibt.

Mit Blick auf die politische Lage in Brandenburg forderte Sinanian eine handlungsfähige Regierung. „Es geht jetzt darum, Klarheit herzustellen. Wir brauchen keine Hängepartie, sondern eine funktionierende Landesregierung, die Brandenburgs Kernthemen entschlossen angeht.“ Das sei gerade in der aktuell angespannten Situation wichtig. 

Der Standort Brandenburg hat Sinanian zufolge gute Voraussetzungen für eine vielversprechende Zukunft. „Wir haben in Brandenburg motivierte Belegschaften, talentierte Nachwuchskräfte, erstklassige Produkte, innovative Unternehmen und leistungsfähige Hochschulen.“ In den vergangenen zehn Jahren habe sich Brandenburg eindrucksvoll entwickelt und alle Chancen, diesen Weg fortzusetzen, resümierte er. 

Wirtschaftsminister Keller sieht Betriebe auf einem guten Weg 

Die Unternehmensverbände begrüßten im Haus der Wirtschaft in Potsdam 150 Gäste aus Firmen, Politik, Wissenschaft und Medien. Darunter waren Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Finanzminister Robert Crumbach, Infrastrukturminister Detlef Tabbert, Innenminister René Wilke und Wirtschaftsminister Daniel Keller. 

Dieser sagte in seiner Ansprache: „2026 kann uns der wirtschaftliche Aufbruch gelingen. Mich stimmt zuversichtlich, dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer in Brandenburg auch in schwierigen Zeiten die Voraussetzungen für zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg schaffen. Viele von ihnen haben Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz getroffen, in Forschung und Entwicklung investiert, Innovationen umgesetzt, ihre Energieeffizienz verbessert und haben begonnen, die Vorteile von Künstlicher Intelligenz zu nutzen.“

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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