Wirtschaft in der Lausitz setzt auf neue Impulse
Die Wirtschaft im Süden Brandenburgs hält eine konjunkturelle Belebung 2026 für möglich. „Brandenburg und die Lausitz haben gute Chancen, wieder auf einen Wachstumspfad einzuschwenken. Der Strukturwandel gelingt, zuletzt sind viele Projekte gut vorangekommen.“ Das sagte Gerald Paulig, Vorsitzender der Bezirksgruppe Cottbus/Frankfurt (Oder) der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), am Donnerstag beim Neujahrsempfang in Cottbus. Er nannte als Beispiele die Investition der Schwarz-Gruppe in die digitale Infrastruktur, den Wandel der Lausitz zum „Net Zero Valley“ und den Aufbau der Universitätsmedizin.
Allerdings sei die wirtschaftliche Lage aktuell angespannt. Insbesondere die Industrie habe 2025 unter hohen Energiepreisen, Steuern, Abgaben und Arbeitskosten sowie unter Bürokratie gelitten. „Für eine Wende braucht es entschlossene Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit“, forderte Paulig, der den Standort Cottbus des Elektrokonzerns ABB leitet. Zudem brauche es rasch Klarheit über die politische Zukunft in Brandenburg. „In einer wirtschaftlich so angespannten Lage brauchen wir eine handlungsfähige Landesregierung“, sagte er mit Blick auf eine mögliche neue Koalition von SPD und CDU.
„Wir können Transformation“
Erforderlich seien verlässliche energie- und industriepolitische Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren sowie stärkere Anreize für Investitionen, Forschung und Entwicklung. Paulig appellierte zugleich an die Unternehmerinnen und Unternehmer, sich auf eigene Stärken zu besinnen und sich nicht allein auf Impulse aus Berlin und Cottbus zu verlassen. „Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt: Wir können Transformation. Jetzt kommt es darauf an, dass wir als Unternehmer und Investoren die Chancen ergreifen und gemeinsam noch mehr daraus machen.“
Die Unternehmensverbände begrüßten im Haus der Wirtschaft rund 140 Gäste aus Firmen, Politik und Medien. Zu ihnen zählten Tobias Schick, der Oberbürgermeister von Cottbus, sowie Abgeordnete des Brandenburger Landtags und des Bundestags.
Disclaimer
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