25.03.26 | Berlin

Wirtschaft fordert CDU und SPD zum Verzicht auf Ausbildungsabgabe auf

Schirp: „Gemeinsam Bedingungen für den Nachwuchs verbessern“

Die Berliner Wirtschaft appelliert an die Regierungskoalition in Berlin, auf die geplante Ausbildungsplatzabgabe zu verzichten. „CDU und SPD stehen vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Eine Absage an die Kopfgeburt Ausbildungsplatzabgabe wäre eine große Chance für die jungen Menschen auf eine Stärkung der dualen Ausbildung.“ Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp am Mittwoch in Berlin. 

Die Wirtschaft stehe bereit, die im Bündnis für Ausbildung vereinbarten Punkte zusammen mit der Politik weiter umzusetzen und weiterzuentwickeln, fügte er hinzu. „Auf diese Weise wäre es möglich, das Angebot an Ausbildungsplätzen in Berlin weiter zu erhöhen. Allein in den vergangenen beiden Jahren gab es ein Plus von 1350 Verträgen - trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen.“ 

Warnung vor jahrelangem juristischem Tauziehen

Schirp warnte vor den Folgen einer Ausbildungsplatzabgabe. Ein Votum dafür bezeichnete er als „Affront gegenüber der Berliner Wirtschaft“. Die Zwangsabgabe würde vor allem jahrelangen Streit zwischen Betrieben und Verwaltung bewirken. „Komplexe Auslegungsfragen, Abgrenzungsprobleme und Einzelfallentscheidungen würden Anwälte und Richter beschäftigen. Damit verbunden wären ein unnötig hoher Aufwand für alle Beteiligten, Rechtsunsicherheit und tiefes Misstrauen.“ Ein erkennbarer Mehrwert stünde dem nicht gegenüber. 

„Noch viel Potenzial für die Ausbildung“

Die Unternehmen wollten einen anderen Weg gehen, bekräftigte Schirp. „Die Berliner Wirtschaft steht zur Ausbildung und zur Sicherung der Fachkräftebasis. Gemeinsam mit Politik und Bildungsinstitutionen können wir hier noch viel Potenzial heben.“

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