27.02.26

Schirp: „Der Arbeitsmarkt bleibt kraftlos. Wer jetzt bei Sprach- und Integrationskursen kürzt, verschärft die Probleme.“

Zu den Arbeitsmarktdaten für den Februar 2026 in Berlin und Brandenburg erklärt UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp:

„Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung in der Hauptstadtregion muss man noch mit der Lupe suchen. Deshalb sind wir von einer Wende auf dem Arbeitsmarkt weit entfernt. Die Lage ist viel zu unsicher, um neues Personal einzustellen. Im Inland droht die Politik den Unternehmen mit immer neuer Bürokratie, etwa durch die Ausbildungsplatzabgabe oder das Bundestariftreuegesetz. Das ist Gift für den Standort. Im Ausland belastet der endlose Zollstreit mit den USA die Aussichten. Eine echte Trendwende ist hier nicht in Sicht.

Wer bei Sprachkursen kürzt, schafft neue Probleme

Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit in Berlin ist vor allem saisonal bedingt und kein Zeichen einer nachhaltigen Erholung. Mit einer Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent liegt die Hauptstadt weiterhin über dem Vorjahresniveau. Besonders kritisch ist, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter sinkt – das zeigt, dass die konjunkturelle Schwäche hier inzwischen auch den Kernarbeitsmarkt erreicht hat. 

Gerade jetzt ist es wichtig, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Sprach- und Integrationskurse für Menschen mit Migrationshintergrund leisten einen wichtigen Beitrag dazu. Wer hier kürzt, schafft neue Probleme, statt bestehende zu lösen. Die Arbeitslosenquote von mehr als 40 Prozent unter Ausländerinnen und Ausländern zeigt, wie groß die Aufgabe ist. 

Auch in Brandenburg ist die Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken, bleibt jedoch über dem Wert des Vorjahres. Zwar wurden mehr neue Stellen gemeldet als im Vormonat, der Gesamtbestand liegt jedoch unter Vorjahresniveau. Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine weiterhin gedämpfte Arbeitsmarktlage ohne klare Aufwärtstendenz hin.“

Disclaimer

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

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